Niedersachsen 

A2: Heftiger Unfall mit drei Lkw! Fahrer hat mehr als einen Schutzengel – „Haarscharf am Tod vorbei“

Auf der A2 krachten insgesamt drei Lkw ineinander. Ein Fahrer hatten einen riesigen Schutzengel.
Auf der A2 krachten insgesamt drei Lkw ineinander. Ein Fahrer hatten einen riesigen Schutzengel.
Foto: Matthias Strauss

Heftiger Unfall auf der A2!

Insgesamt drei Lkw sind am Freitagmorgen auf der A2 ineinander gekracht. Einer der Fahrer hatte einen wahren Schutzengel.

Zwischen Braunschweig und Magdeburg in Höhe Bornstedt bildete sich in Richtung Berlin am Morgen ein Stau. Ein Lkw-Fahrer sah das Stauende zu spät und krachte ungebremst in seinen Vordermann.

A2: Lkw-Unfall! Stangen bohren sich durch Führerhaus

Dabei schob er seinen mit Granulat beladenen Sattelzug auf einen weiteren Lkw. Der Fahrer hatte das Unglück im Rückspiegel bereits kommen sehen.

„Der Kollege hinter mir und ich hatten die Warnblinker angemacht. Ich sah in den Rückspiegel eine weiße Wolke und da habe ich mich an meinem Lenkrad festgehalten. Dann hat es auch schon geknallt", so Lkw-Fahrer Bernd Schwertfeger gegenüber news38.de.

„Auf der A2 hast du immer ein bisschen Bammel, dass etwas passiert“, sagt er – auf der Autobahn kommt es regelmäßig zu schweren Unfällen.

An dem Laster hinter ihm entstand ein Totalschaden. Der steckte auf der Ladefläche von Schwertfegers Lkw. Unverletzt eilte er dem Fahrer des dritten Lkw zur Hilfe. Der hat wie durch ein Wunder den Unfall auf der A2 überlebt. Denn: Zwei Metallstangen hatten sich durch die Frontscheibe und das Lenkrad gebohrt. Sie hätten ihn regelrecht aufspießen können!

Der Fahrer wurde jedoch nur leicht am Kopf verletzt und konnte eigenständig aus seiner völlig zerstörten Fahrerkabine klettern.

A2: Lkw-Fahrer ist „ist haarscharf am Tod vorbei“

„Er hatte großes Glück und nur eine Schramme", so Schwertfeger. „Aus meiner Sicht kann der Fahrer heute Geburtstag feiern. Der ist haarscharf am Tod vorbei“, sagt Bergungsleiter Markus Reimann.

Wegen der Aufräumarbeiten bildete sich ein Stau von etwa zehn Kilometern. Wie Bergungsleiter Reimann sagt, hatten die Einsatzkräfte Probleme zur Unfallstelle zu gelangen: „Die Anfahrt war katastrophal. Es gab mal wieder keine Rettungsgasse. Es wurde alles zugeparkt.“

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Während der Bergungsarbeiten leitet die Polizei den Verkehr auf der A2 einspurig an der Unfallstelle vorbei.

A2: Polizei erwischt Gaffer

Ein anderer LKW-Fahrer soll außerdem den Unfall anschließend gefilmt haben. Dabei kam er ins Schlingern. „Sowas sorgt für Folgeunfälle“, so Reimann. Die Polizei soll ihn angehalten und Bußgeld auferlegt haben.

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Wann die A2 wieder vollständig freigegeben werden kann, ist noch unklar. Die Bergungsarbeiter müssen eine große Menge Granulat von der Fahrbahn räumen, die einen der Lkw verlor. (ms/ldi)