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Hannover: Tierischer Zoff! Eigentümerin verklagt Mieter – nur wegen DIESES Haustieres

Fünf Gefahrenquellen im Haushalt für Haustiere

Keine gekippten Fenster oder Schokolade im Haus: Wer sicher gehen will, dass die Haustiere sicher Zuhause leben, sollte diese Gefahrenquellen beachten.

Hannover. 

Zoff mit dem Vermieter ist immer unschön – die Gründe sind allerdings meist banal. Entweder ärgert man sich über fehlendes Engagement oder manchmal auch über zu viel.

In Hannover landete ein Streit vor Gericht. Eine Vermieterin verklagte den Mieter. Der Grund: Ein ganz bestimmtes Haustier.

Hannover: DIESES Tier ist der Grund für Räumungsklage

Eine Vermieterin aus Hannover hat nur noch die Möglichkeit einer Räumungsklage gesehen. Der Grund dafür: Mini-Schwein Bruce. Denn das soll sich ihr 38-jähriger Mieter ohne Erlaubnis und trotz Verbots in die Wohnung geholt haben.

Mit dem Fall beschäftigte sich nun die Zivilabteilung des Amtsgerichts Hannover. Der Rechtsstreit endete nach kurzer Verhandlung mit einem Vergleich. Raus müssen der 38-Jährige und Mini-Schwein Bruce trotzdem aus seiner 35-Quadratmeter-Wohnung – und das bis spätestens Ende August.

Außerdem muss er 60 Prozent der Verfahrenskosten blechen, die Klägerin 40 Prozent. Der Streitwert lag bei 5.100 Euro – also zwölf Netto-Kaltmieten.

Schwein Bruce aus Hannover mittlerweile nicht mehr ganz so „mini“

Doch wie kam es überhaupt soweit? Insgesamt stellte die Vermieterin dem 38-Jährigen drei Kündigungen zu. Allerdings war offenbar nicht nur Schwein Bruce das Problem: Der Mann soll noch zwei Türen beschädigt und einen Teil des Hofes eingezäunt und als Terrasse genutzt haben. Seine Freundin habe außerdem auch noch unerlaubt in der Wohnung gelebt.

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Wie der Richter vortrug, sah der Besitzer des Schweins keinen Kündigungsgrund. Nach seiner Aussage hatte er die Hausverwaltung über das neue Haustier informiert. Bewohner anderer Wohnungen in dem Haus hätten Hunde in der gleichen Größe.

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Mittlerweile ist der dunkelgrau gefärbte Bruce etwa kniehoch und hat einiges an Speck auf den Rippen. Der baldige Ex-Mieter machte darüber hinaus geltend, dass er zu 80 Prozent schwerbehindert sei und sein Schwein auch therapeutische Zwecke habe. Das reichte anscheinend als Begründung nicht aus. (dpa/jko)