Niedersachsen 

Niedersachsens Gesundheitsministerin wegen dieser Entwicklung besorgt: „Keinesfalls harmlos“

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens ist alarmiert.
Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens ist alarmiert.
Foto: IMAGO / Metodi Popow

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens ist besorgt.

Zwar würden immer mehr junge Menschen auf das Rauchen verzichten, doch eine Entwicklung bereitet ihr dennoch Kopfschmerzen. Sie wünscht sich noch mehr Aufklärung.

Niedersachsen: Gesundheitsministerin mit eindringlichen Worten

Behrens wünscht sich von der Politik, noch mehr für den Tabakverzicht zu werben. „Jedes Jahr sterben deutschlandweit rund 127.000 Menschen an den Folgen des Rauchens“, macht die Gesundheitsministerin auf die traurigen Zahlen aufmerksam.

Dies entspreche der Einwohnerzahl einer Stadt wie Hildesheim und mache einen Anteil von rund 13 Prozent aller Todesfälle aus. „Das ist dramatisch, weil diese Todesfälle vermeidbar gewesen wären.“ Es sei tragisch für die betroffenen Menschen und Angehörigen und zugleich „eine enorme Belastung für unser Gesundheitswesen“, sagte die Ministerin.

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Diese Entwicklung bereitet Niedersachsens Gesundheitsministerin Sorge

Laut einer Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen sinkt seit Jahren die Zahl der Jugendlichen, die regelmäßig Zigaretten konsumieren. Erfreulicherweise steige die Zahl „nie-rauchender“ junger Menschen. Immerhin hätten im vergangenen Jahr 73,4 Prozent noch nie geraucht. Sorge bereite der Ministerin jedoch der bundesweit zunehmende Konsum von Wasserpfeifentabak, sogenannten Shishas, vor allem von jungen Menschen. Es sei notwendig, auf dieses Phänomen präventiv zu reagieren. „Der Konsum von Shishas ist keinesfalls harmlos, sondern schlecht für die Gesundheit.“

Langfristig sollte Werbung für Zigaretten und vergleichbare Produkte nach Ansicht Behrens verboten werden: „Je weniger gerade jungen Menschen der Eindruck vermittelt wird, dass es cool oder sogar unschädlich sei, zu rauchen, E-Zigaretten zu dampfen oder die Aerosole aus einem Tabakerhitzer einzuatmen, desto weniger Gesundheitsbeeinträchtigungen und Todesfälle durch diese Produkte werden zu beklagen sein.“

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Ausdrücklich begrüßte Behrens einen Gesetzentwurf des Bundesrates für ein Rauchverbot im Auto in Anwesenheit von Kindern oder Schwangeren. Für die Ministerin sei auch ein Rauchverbot für Menschen ab dem Geburtsjahrgang 2010 vorstellbar, wie es in Dänemark bereits geplant werde. Allerdings falle dies in die Zuständigkeit des Bundes. (epd)