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Niedersachsen: Dorf im Ausnahmezustand wegen verseuchtem Trinkwasser – doch SIE wussten tagelang nichts davon

Niedersachsen: Diese 5 Fakten kennst du bestimmt noch nicht

Das Dorf Gleidingen in Niedersachsen ist seit Tagen im Ausnahmezustand: Das Trinkwasser ist mit sogenannten Koli-Bakterien verseucht.

Bewohner dürfen das Trinkwasser deshalb nicht trinken: Wasserversorger Enercity hatte alle betroffenen Haushalte in dem Laatzener Dorf informiert – jedenfalls fast alle. Denn ein paar Anwohner in Niedersachsen wussten erstmal nichts von dem verseuchten Wasser, nutzten es weiter – und gaben es sogar als vermeintlich sauberes Wasser an betroffene Haushalte weiter.

Niedersachsen: Mehr Haushalte betroffen als zunächst gedacht

Das berichtet die „Braunschweiger Zeitung“. Das Trinkwasser in dem Dorf in der Region Hannover ist mit Koli-Bakterien verseucht – Enercity informierte die betroffenen Dorfbewohner. Doch dabei wurden offenbar vier Häuser übersehen. Der Grund sei eine unvollständige Straßenliste gewesen. Dabei seien „bedauerlicherweise vier Häuser in einem Stichweg in Gleidingen übersehen“ worden.


Koli-Bakterien im Trinkwasser – die Fakten:

  • Auch: Coli-Bakterien, E.Coli oder Escherichia coli 
  • Kommen im menschlichen oder tierischen Darm vor
  • Die Bakterien können schwere Durchfälle und andere Krankheiten verursachen
  • Besonders gefährlich sind die Koli-Bakterien für Säuglinge, Kleinkinder und Menschen, die ein schwaches Immunsystem haben
  • Die Bakterien können beispielsweise über verkeimte Boiler, undichte Rohrleitungen oder verschmutzte Wasserfilter ins Trinkwasser gelangen

Im Klartext heißt das: Mehrere Gleidinger haben das verseuchte Wasser über mehrere Tage weiter benutzt. Seit Samstag gilt die Warnung – erst am Dienstag veröffentlichte der Wasserversorger eine Liste, die um weitere betroffenen Haushalte erweitert war.

Essen für Kleinkind mit verseuchtem Wasser in Niedersachsen zubereitet

Eine Redakteurin der „Braunschweiger Zeitung“ wurde über das verseuchte Wasser nicht informiert – tagelang nutzten sie und ihre Familie das Wasser und gaben es an Nachbarn weiter. Wie sie berichtet, sei mit dem Wasser auch Flaschennahrung für ein Kleinkind zubereitet worden.


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Enercity entschuldigte sich jetzt bei allen Betroffenen – außerdem erstattete der Wasserversorger Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei. Wie es den betroffenen Menschen jetzt geht und wann das Wasser wieder benutzt werden darf, liest du bei der „Braunschweiger Zeitung“. (jko)