Wolfenbüttel 

Wolfenbüttel startet DIESE kuriose Aktion gegen Falschparker – „Es ist beschämend“

In Wolfenbüttel wollen die Autofahrer nicht im Parkhaus parken. Die Stadt hat deshalb etwas aufgestellt.
In Wolfenbüttel wollen die Autofahrer nicht im Parkhaus parken. Die Stadt hat deshalb etwas aufgestellt.
Foto: Jörg Koglin

Wolfenbüttel. Oh, oh! Der Parkhaus-Streit in Wolfenbüttel geht in die nächste Runde.

Die Stadt Wolfenbüttel geht jetzt plakativ gegen ignorante Parksünder vor – im wahrsten Sinne!

Wolfenbüttel: „Straßenverkehrsordnung wird weiter ignoriert“

Es geht um den Gehweg am Zeughaus. Immer wieder hatten hier Autos verbotenerweise geparkt. Wenn auf dem Schlossplatz Wochenmarkt ist, war die Fläche sehr beliebt.

Daher hatte die Stadt Wolfenbüttel wiederholt auf das Parkverbot hingewiesen. Der Ordnungsdienst hatte ordentlich Knöllchen verteilt und auch persönlich mit den Falschparker gesprochen – aber es half alles nichts.

„Die Straßenverkehrsordnung, die eigentlich jedem Inhaber eines Führerscheins bekannt sein sollte, wird weiter ignoriert“, so Stadtsprecher Thorsten Raedlein zu news38.de.

Jetzt stehen zwei große Plakate auf den entsprechenden Flächen. Die Stadt hat sie aufgestellt. „Ich stehe jetzt nur hier, weil Sie nicht in das 50 Meter entfernte Parkhaus fahren“, ist auf den Bannern zu lesen.

Wolfenbüttel: Parkhaus Schulwall nicht allzu beliebt

Ein Wink mit dem Zaunpfahl. Gemeint ist natürlich das relativ neue und nicht bei allen beliebte Parkhaus Schulwall. Die Idee zu den Bauzaun-Plakaten hatte Wolfenbüttels Stadtbaurat Ivica Lukanic. Im Bau-Ausschuss kam sie gut an.

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In einer Wolfenbütteler Facebook-Gruppe wird die Aktion heiß diskutiert. Viele finden sie übertrieben; das Parkhaus sei halt zu teuer und zu tief. Andere verteidigen die Stadt und das Parkhaus.

Sprecher Thorsten Raedlein beschwichtigt: Unabhängig, ob man nun das Parkhaus mag, oder nicht, gebe es noch viele andere legale Parkmöglichkeiten im Umkreis. Etwa den Spinnereiparkplatz, das Parkhaus Rosenwall oder die Parkplätze an der Stadtbücherei oder am Kino – „von kostenfrei bis auf jeden Fall günstiger als eine Verwarnung für Falschparken.“

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Ein Gehweg sei nun einmal kein Parkplatz – und das müsse auch nicht besonders gekennzeichnet sein. „Bevor man weiter Ausreden für illegales Handeln sucht, also lieber einen legalen Parkplatz suchen. Das würde mehr Sinn machen“, so Raedlein zu news38.de.

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Und weiter: „Es ist beschämend, dass es mittlerweile anscheinend kein Unrechtbewusstsein mehr bei bestimmten Personen gibt. Ein trauriges Zeichen für unsere Gesellschaft.“ (ck)

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