VW 

VW trifft wichtige Entscheidung – und die kommt ausgerechnet in diesem Land gut an!

VW hat eine wichtige Entscheidung getroffen. Und die wird vor allem in einem Land gefeiert. (Symbolbild)
VW hat eine wichtige Entscheidung getroffen. Und die wird vor allem in einem Land gefeiert. (Symbolbild)
Foto: imago images/Future Image

Wolfsburg. Ein Top-Manager von VW wird derzeit mit Lobeshymnen überschüttet.

„Läuft bei ihm“, könnte man über VW-Manager Murat Aksel sagen. Denn ab Januar sitzt er im Vorstand bei Volkswagen, als Ressortchef für den Konzerneinkauf. Hier soll er sieben Prozent sparen. Eine Mammutaufgabe, aber viele trauen ihm das zu...

VW holt Murat Aksel in den Vorstand

Damit sitzt auch erstmals ein türkischstämmiger Manager im Konzernvorstand von VW. Dabei arbeitet Murat Aksel erst ein halbes Jahr in Wolfsburg. Er ist Beschaffungsvorstand für die Marke VW.

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Konzernchef Herbert Diess hatte ihn von BMW losgeeist – offenbar hatte er eine eigene Zukunft auch an die Vorstandsentscheidung geknüpft. Für Diess ist der 48-Jährige „der beste Einkäufer der Branche“.

Seine Mitarbeiter bezeichnen ihn als einen verdammt netten Kerl. Und jetzt schwärmt auch noch ein ganzes Land von Murat Aksel, die der „Business Insider“ berichtet. Na klar: Die Rede ist von der Türkei.

So werde er in den sozialen Medien als Volks(wagen)-Held gefeiert. Generell hebe seine Beförderung bei VW die eher gedämpfte Stimmung in der Türkei wieder, nachdem der Konzern die Pläne fürs Werk bei Izmir gekappt hatte.

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Während der Sprung in den Vorstand für Murat Aksel wohl eher nur ein nächster Schritt war, kommt es in seinem Heimatland – auch in den regierungsnahen Medien – sehr gut an, dass Türken bei VW inzwischen mehr sein können als bloße Gastarbeiter.

VW: Das ist Murat Aksel

Murat Aksel wurde 1972 in der Türkei geboren. Er studierte an der Technischen Universität Kaiserslautern, machte einen Abschluss als Diplom-Wirtschaftsingenieur und begann dann seine Laufbahn im Einkauf bei Opel in Rüsselsheim.

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Beim damaligen Opel-Mutterkonzern stieg er auf, arbeitete für Fiat in Turin tätig und leitete die Elektroauto-Sparte von GM in Shanghai. 2009 lockte BMW den Manager. Mitten in der Finanzkrise. Beim VW-Konkurrenten leitete Murat Aksel den Bereich Einkauf und Lieferantennetzwerke.

Im Sommer holte Herbert Diess seinen ehemaligen Musterschüler dann zu VW. In Wolfsburg war man gegenüber dem „Diess-Kumpel“ erstmal skeptisch, berichtet der „Business Insider“.

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Das hat sich aber offenbar schnell erledigt. inzwischen gilt Murat Aksel im Konzern als extrem beliebt und nahbar. Unter anderem schätze man seine innere Ruhe und seine Konfilktfähigkeit. Gut möglich, dass er beides in seinem neuen Job gut gebrauchen kann... (ck)