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VW-Tochter: Mitarbeiter verklagt Audi – „Wahn einen Riegel vorschieben“

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

VW: Die Erfolgsgeschichte des Autobauers

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Klage gegen VW-Tochter – und die hat nichts mit dem Dieselskandal zu tun!

Der Automobilkonzern VW sieht sich aktuell mit einer Klage konfrontiert, die ausgerechnet von einem Mitarbeiter kommt. Das Anliegen dürfte auch für die Justiz vollkommen neu sein.

Ein Mitarbeiter verklagt den Konzern VW nämlich wegen den Vorgaben zum Gendern.

VW wird von Mitarbeiter wegen „Gender-Wahnsinn“ verklagt

Er gibt an, dass er sich „unter umgekehrten Vorzeichen“ diskriminiert fühle. So steht es in der Klageschrift, die am Landgericht Ingolstadt vorliegt.

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Das ist VW:

  • Die Volkswagen AG wurde 1937 gegründet
  • Zum Konzern gehören auch die Marken Audi, Seat, Skoda, Bentley, Bugatti, Lamborghini und Porsche
  • 2018 fertigten die Wolfsburger rund 40 Modelle unter dem Namen Volkswagen
  • Im Jahr 2019 waren rund 22 Prozent aller Neuzulassungen Autos von VW

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Der Mann, der mit Audi-Beschäftigten in VW-Gremien sitze, werde wie alle Angestellten von der VW-Tochter dazu angehalten, sich an den „Leitfaden für gendersensible Sprache“ zu halten.

Zuvor hatte VW bereits eine von dem Mann geforderte Unterlassungserklärung abgewiesen.

Für die Rechtsanwälte des Klägers ist es eine völlig neue Situation. Doch sie wollen laut der „Augsburger Allgemeinen“ ein Grundsatzurteil erstreiten.

Rechtsanwälte wollen Grundsatzurteil erwirken

„So soll diesem opportunistisch-heuchlerischem Gender-Wahn einen Riegel vorgeschoben werden“, begründen sie gegenüber der Zeitung.

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Zudem sehen die Rechtsanwälte das Weglassen der männlichen Endungen nicht als Vorteil an, sondern als „fortgesetzte Diskriminierung“.

VW und Audi: Leitfaden wurde im März ausgegeben

Audi hatte den Gender-Leitfaden im März herausgegeben. Dabei geht es darum, dass der Wortstamm mit einem Unterstrich mit der weiblichen Endung „in“ verbunden wird.

+++ VW setzt Zeichen für Vielfalt und Respekt – Mitarbeiter outen sich: „Doppelleben war keine Alternative“ +++

„Gendersensibel zu kommunizieren ist eine Frage des Respekts und Ausdruck einer Haltung gegen Diskriminierung und für Vielfalt“, argumentierte Audi-Personalchefin Sabine Maaßen.

Sollte es tatsächlich zu einem Grundsatzurteil in dem VW-Fall kommen, dann könnten das zahlreiche weitere Klagen nach sich ziehen. (fb)