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VW verrät krasse Pläne – mit diesen Modellen will der Konzern den US-Markt aufmischen

VW lässt Drohne fliegen: Hier entsteht das Trinity-Werk

VW lässt Drohne fliegen: Hier entsteht das Trinity-Werk

Drohnenaufnahme des Baugebietes für die geplante Trinity-Fabrik

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  • VW will die US-Marke Scout elektrifizieren.
  • Produktionsstart für 2026 vorgesehen.
  • Diess spricht von „historischer Chance“.

Wolfsburg/Herndon. VW will eine leidige Lücke schließen. Mit einer eigener eigenen Marke wollen die Wolfsburger in den USA durchstarten – und ein dort besonders beliebtes Fahrzeug elektrisieren.

Die Rede ist von Pick-ups. Lange herrschte auf dem US-Markt gähnende Leere, wenn man nach Pick-ups von VW suchte. Das soll sich bald ändern!

VW will mehr in den USA mitmischen

Ab 2026 will der Konzern mit einer eigenen E-Marke nachlegen und die Lücke stopfen. Geplant ist, einen vollelektrischen Pritschenwagen und ein SUV unter dem Herstellernamen „Scout“ in den Vereinigten Staaten herauszubringen. Das gab VW am Mittwochabend nach einer Sitzung des Aufsichtsrats in Wolfsburg bekannt.

Wie es von VW am Mittwochabend hieß, wäre das Ganze eine Art Wiederbelebung der Geländewagen des früheren Auto-, Lkw- und Landmaschinenbauers International Harvester aus Chicago. In einer ersten Stufe sollen 100 Millionen Euro an Investitionen in das Projekt fließen, hieß es aus dem Umfeld der Wolfsburger.

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VW Amarok bisher kein Erfolgsmodell

Die Suche nach einer Möglichkeit, auf dem Markt für Pick-ups Fuß zu fassen, lief schon länger. Zwar haben die leichten Nutzfahrzeuge von Volkswagen mit dem Amarok seit vielen Jahren solch ein Modell im Programm – ausgerechnet in den USA wurde es aber nicht verkauft. Ein Grund war eine recht skurrile Importhürde, mit der Washington Handels-Hemmnisse für exportierte Hühnchen durch höhere Einfuhrzölle für bestimmte Autotypen vergolten hatte („Chicken Tax“).

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In der Folge dominierten die heimischen Anbieter wie General Motors oder Ford das Inlandsgeschäft mit Pick-up-Trucks. Inzwischen sind auch US-Elektroautobauer wie Tesla oder Rivian in der Sparte aktiv. Ein vom VW-Plattform-Partner Ford entwickelter Amarok-Nachfolger soll in diesem Sommer vorgestellt werden. Bisher lieferte der Konzern gut 830.000 Amaroks in Europa, Südamerika, Südafrika und Ozeanien aus.

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Für Volkswagen lief es in den USA nach dem dort zuerst aufgeflogenen Diesel-Abgasbetrug lange überhaupt nicht rund. Auch die genaue Strategie war Beobachtern oft nicht ganz klar – zwischenzeitlich wurde etwa eine „Limousinen-Offensive“ ausgerufen, während das SUV-Geschäft immer stärker anzog. 2021 gelang dem Konzern auf dem wichtigen Markt nach verlustreichen Jahren dann die Wende in die schwarzen Zahlen.

Bis 2030 peilt VW-Chef Herbert Diess in den USA jetzt einen Gesamt-Marktanteil von zehn Prozent an. Außerdem soll es auch hier mehr E-Modelle geben. Die Fabrik in Chattanooga (Tennessee) wird ausgebaut, außerdem könnte ein neues Werk in den USA oder in Mexiko entstehen. Im nordamerikanischen Lkw-Geschäft war der Konzern lange ebenso nicht vertreten, zuletzt übernahmen die Wolfsburger den US-Anbieter Navistar. (dpa/ck)

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„Wir haben die US-Kunden in der Vergangenheit vielleicht nicht ernst genug genommen und versucht, europäische Produkte in Amerika zu verkaufen“, hatte Diess zuletzt schon zugegeben. (Mehr dazu hier!)