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VW: Ein Braunschweiger soll's richten – was du über den Diess-Nachfolger wissen musst

VW-Chef Diess tritt unerwartet ab

VW-Chef Diess tritt unerwartet ab

Nach monatelanger Kritik an VW-Chef Herbert Diess scheidet dieser zum 1. September als Vorstandsvorsitzender der Volkswagen AG aus. Nachfolger soll der Chef der Sportwagen-Tochter Porsche, Oliver Blume, werden.

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Wolfsburg / Braunschweig. Ein Braunschweiger soll's bei VW richten!

Ab September sitzt der derzeitige Porsche-Chef Oliver Blume im Chefsessel und folgt damit auf Herbert Diess.Von seinem Arbeitsplatz in Wolfsburg wird es der Manager nicht weit in seine Geburtsstadt Braunschweig haben. Jetzt äußerte sich Oberbürgermeister Thorsten Kornblum (SPD) erstmalig zu der neuen VW Spitze – und er hat eine klare Haltung.

VW: Braunschweiger soll's richten – DAS denkt OB Kornblum

Oberbürgermeister Thorsten Kornblum freut sich sehr über die Entscheidung des Volkswagen-Aufsichtsrats, Oliver Blume zum neuen VW-Vorstandsvorsitzenden zu ernennen. „Damit führt ein gebürtiger Braunschweiger den Weltkonzern Volkswagen“, sagte sich Kornblum.

Blume hat in Braunschweig Abitur gemacht und Maschinenbau an der Technischen Universität studiert. „Seine Verbundenheit mit seiner Heimat ist eine sehr gute Nachricht für unsere Stadt und die Region. Ich wünsche ihm viel Erfolg bei seiner großen Aufgabe und einen guten Start.“

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Wer ist eigentlich der neue Manager bei VW?

Den VW-Konzern mitsamt seinen verschiedenen Marken kennt Blume bestens. Als Trainee startete der 54-Jährige 1994 bei Audi, wo er sich hocharbeitete. Nach einer Station bei Seat landete er 2009 als Leiter der Produktionsplanung bei der Marke Volkswagen. 2013 wurde Blume als Vorstand zur Sportwagentochter Porsche nach Stuttgart berufen. Dort verantwortete er zunächst die Bereiche Produktion und Logistik, ehe er 2015 Vorstandsvorsitzender wurde.

Blume richtete Porsche früh auf die Elektromobilität aus und verplante dafür Milliarden, lieferte aber zuverlässig weiter Gewinne ab – Porsche gehört zu den renditestärksten Marken im Konzern. Der Elektrosportwagen Taycan kam vergleichsweise früh auf den Markt. Den problematischen Dieselantrieb strich Blume ganz aus dem Programm. 2030 will der Sportwagenbauer 80 Prozent seiner Autos als reine Batteriemodelle verkaufen. Bei der Software für die künftigen Autos ließ sich Blume jüngst nicht in das VW-Konzernkorsett zwingen, damit neue Modelle mit eigens weiterentwickelter Software früher auf den Markt kommen können.

Neuer VW-Boss bekommt Rückendeckung von den Eigentümerfamilien

Von den Eigentümerfamilien Porsche und Piëch bekommt der neue Boss jedenfalls Rückendeckung. Oliver Blume genießt seit vielen Jahren unser ausdrückliches Vertrauen“, erklärten die Familiensprecher Wolfgang Porsche und Hans Michel Piëch am Freitag in einer Mitteilung der VW-Dachholding Porsche SE. „Wir sind überzeugt, dass er die erfolgreiche Entwicklung des Volkswagen-Konzerns fortsetzen und die dafür erforderlichen Maßnahmen kraftvoll umsetzen wird.“

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