Wolfsburg 

Wolfsburg: Männer sollen Verwandten getötet haben – viel Polizei beim Prozessauftakt

Mehrere Polizeiwagen stehen vor dem Landgericht Braunschweig. Dort begann am Dienstag ein Totschlagsprozess gegen vier Familienmitglieder aus Wolfsburg.
Mehrere Polizeiwagen stehen vor dem Landgericht Braunschweig. Dort begann am Dienstag ein Totschlagsprozess gegen vier Familienmitglieder aus Wolfsburg.
Foto: Christian Brahmann/dpa
  • In Wolfsburg eskaliert ein Streit auf offener Straße, den ein Mann trotz Not-OP nicht überlebt.
  • Vier Familienmitglieder stehen deswegen jetzt vor Gericht.
  • Ihnen wird gemeinschaftlich begangener Totschlag vorgeworfen.

Wolfsburg/Braunschweig. Vier Männer sollen in Wolfsburg einen Verwandten umgebracht haben – seit Dienstag wird ihnen in Braunschweig der Prozess gemacht!

Der Totschlagsprozess gegen vier Familienmitglieder aus Wolfsburg hat unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen am Landgericht Braunschweig begonnen.

Wolfsburg: Mann ist Westhagen umgebracht

Zur Tat war es im vergangenen September in Wolfsburg-Westhagen gekommen. Das Delikt in Wolfsburg hatte nicht nur in unserer Region für Schlagzeilen gesorgt.

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Die Ankläger werfen den vier Männern gemeinschaftlich begangenen Totschlag vor. Ein längerer Streit in der türkisch-stämmigen Großfamilie soll im September 2020 dazu geführt haben, dass die Männer den Schwiegersohn der Schwester eines Angeklagten auf offener Straße töteten. Tatort war der Stralsunder Ring in Westhagen.

Auf der Anklagebank sitzen ein 46-jähriger Vater, seine beiden 24 Jahre alten Zwillingssöhne sowie sein 25-jähriger Schwiegersohn. Sie sollen mit einer massiven Stahlkette auf das Opfer eingeschlagen haben.

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Außerdem wurde mit einem Messer auf den Mann eingestochen, mit dem er sich zuvor verteidigen wollte. Der 25-Jährige starb noch am Tatort. >> Wolfsburg: Mann auf offener Straße in Westhagen erstochen

Bei Facebook und WhatsApp kursierten schnell drei Videos. Auf einem war eine mutmaßliche Festnahme zu sehen. Zwei weitere zeigten Opfer, am Boden liegend. Die Polizei bat darum, die Videos nicht zu verbreiten.

Polizei bewacht Klinikum Wolfsburg

Auch einer der Angeklagten war bei der Tat verletzt worden und musste im Krankenhaus behandelt werden – die Polizei bewachte das Klinikum. Es gab Befürchtungen, dass es zu Folge-Taten im Familienstreit kommen könnte.

Nach der blutigen Tat in Wolfsburg kamen die vier mutmaßlichen Täter in Untersuchungshaft. Seit Dienstag müssen sie sich in Braunschweig verteidigen. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Ein Urteil könnte Anfang Juni fallen. (dpa/ck)