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Wolfsburg: Kleber-Phantom schlägt immer wieder zu – so geht es den Opfern nach der Attacke

Kurt Rama zeigt den Schaden an seinem drei Monate alten Auto.
Kurt Rama zeigt den Schaden an seinem drei Monate alten Auto.
Foto: aktuell24

Einige Anwohner in Wolfsburg sind nicht so glücklich in das neue Jahr gestartet. Denn: Sie wurden Opfer des Kleber-Phantoms. Und das teilweise nicht zum ersten Mal.

Die Polizei in Wolfsburg ermittelt in alle Richtungen. Doch wie geht es den Menschen, deren Autos so ruiniert wurden? Hier ein paar Stimmen aus dem Eichelkamp, die das Treiben des Kleber-Phantoms überhaupt nicht komisch finden.

Wolfsburg: Kleber-Phantom hält eine ganze Stadt in Atem

Für Kurt Rama ist es nicht das erste Mal, dass sein Auto ins Visier des Kleber-Phantoms geraten ist. Er berichtet, dass bereits am 7. Dezember 2020 sein damaliger Leasingwagen von VW über und über mit Klebstoff beschmiert worden sei.

„Damals war es fast noch schlimmer“, berichtet der 75-jährige Wolfsburger: „Die ganze Scheibe samt Heckklappe war beschädigt.“ Jetzt erlebte der Senior ein schlimmes Déjà-vu.

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Am Neujahrstag 2022 wollte Kurt Rama eigentlich schon zu einem Neujahrsspaziergang mit seiner Frau aufbrechen. Bei einem flüchtigen Blick aus dem Fenster fiel ihm ein Mann auf, der die Autos in der Straße beobachtet hatte. „Ich habe dann noch zu meiner Frau gesagt, nicht dass da schon wieder was passiert ist.“ Als die beiden dann auf die Straße treten der Schock: Mehrere Autos sind ruiniert. Darunter auch das der Familie Rama.

Jetzt heißt es für Kurt Rama wieder: Behördengänge, Telefonate mit Versicherungen und Formulare ausfüllen bei der Polizei. Er kennt das Prozedere ja bereits.

Die Lösung: Ein anderes Kennzeichen?

„Ich habe mir schon überlegt, mir ein anderes Kennzeichen zuzulegen“, erklärt der Wolfsburger noch. Denn scheinbar habe es der Täter auf mutmaßliche Leasingfahrzeuge von VW abgesehen. Oft haben diese Nummernschilder einen Buchstaben und vier Zahlen. Ein Alleinstellungsmerkmal für Leasingautos ist dies aber nicht. Auch Privatwagen können solche Kennzeichen haben.

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Und doch berichtet eine andere Anwohnerin am Eichelkamp in Wolfsburg, dass sie genau diesen Schritt gegangen sei. Auch sie war bereits zwei Mal von einer Kleber-Attacke betroffen. Dann hat sie für sich Konsequenzen gezogen und ein scheinbar weniger auffälliges Kennzeichen bekommen.

Und doch schwingt bei allen Anwohnern im Eichelkamp in Wolfsburg immer wieder die Sorge mit, dass beim nächsten Gang zum eigenen Wagen wieder etwas passiert sein könnte. Dass das Kleber-Phantom wieder zugeschlagen haben könnte. (mw)