Braunschweig 

Braunschweiger am Frankfurter Flughafen festgenommen – er wird Opfer eines peinlichen Justiz-Irrtums

Ein Mann aus Braunschweig wurde am Flughafen Frankfurt festgenommen. Es war ein großer Irrtum. (Symbolbild)
Ein Mann aus Braunschweig wurde am Flughafen Frankfurt festgenommen. Es war ein großer Irrtum. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Sven Simon / brennweiteffm (Montage: news38.de)

Braunschweig. Peinlich! Ein Braunschweiger wurde am Flughafen Frankfurt festgenommen. Dabei war es ein großer Irrtum.

Weil ein Haftbefehl gegen einen 59-Jährigen aus Braunschweig vorlag, klickten die Handschellen. Vorwurf: Angebliche Unterschlagung eines Autos für 43.000 Euro. Wie der „Focus“ berichtet, war der Mann zur Tatzeit aber gar nicht in Deutschland. Was ist passiert?

Braunschweiger ist kein Unbekannter

Der Braunschweiger, der fälschlicherweise verhaftet wurde, ist aber auch kein Unbekannter. Wegen mehrerer Delikte ist der Mann bereits bei der Polizei aufgefallen. Bereits sechs Jahre lang saß er in Deutschland im Gefängnis.

Doch was ihm kürzlich passierte, überraschte auch den Braunschweiger sehr. Weil er „dringend tatverdächtig“ war, landete der Mann erneut im Gefängnis.

Am 8. Mai nahm die Polizei ihm am Frankfurter Flughafen wegen „Unterschlagung“ fest, als er aus einer Maschine stieg. Er soll Anfang Januar in Helbra (Landkreis Mansfeld-Südharz) ein Auto geklaut haben.

In einem Autohaus soll er ein Audi für eine Probefahrt ausgeliehen haben und sich aus dem Staub gemacht haben. Im Autohaus selbst soll er einen Personalausweis mit dem Namen „Philipp Hofer“ vorgelegt haben – der war allerdings gefälscht.

Braunschweig sitzt drei Tage im Kanst

Doch: Während der Tatzeit saß der Braunschweiger gerade in Australien im Knast! „Diesmal war ich es nicht! Hundertprozentig! Das ist ein Irrtum!“, sagte er am Frankfurter Flughafen.

Drei Tage saß der 59-Jährige im Gefängnis. Sein Anwalt holte ihn wieder raus. „Ich habe sehr schnell die Aufhebung des Haftbefehls erreicht, da mein Mandant seinen Aufenthalt in Australien zum vermeintlichen Tatzeitpunkt schriftlich nachweisen konnte“, erklärt er.

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Weil sein Alibi wasserdicht war, hob der Richter den Haftbefehl auf und räumte den peinlichen Fehler ein. Denn: Ein anderer Mann stahl das Auto. Aber weil er dieselbe Masche nutze, die der Braunschweiger pflegte, dachten die Ermittler, dass der 59-Jährige wieder zugeschlagen hatte.

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Auch sollen Zeugen ausgesagt haben, den Braunschweiger gesehen zu haben. Tankstellen-Überwachungsbilder sollen laut „Focus“ das ebenfalls beweisen. Nun lebt der Mann aus Braunschweig als „freier“ Mann in Deutschland. (ldi)