Niedersachsen 

Vatertag in Niedersachsen: Das ist erlaubt – und das ist alles verboten

Wir verraten dir, welche Corona-Regeln am Vatertag in Niedersachsen in deiner Region gelten.
Wir verraten dir, welche Corona-Regeln am Vatertag in Niedersachsen in deiner Region gelten.
Foto: IMAGO / Manngold

Deutschlandweit gibt es immer wieder die gleichen Bilder an Christi Himmelfahrt, beziehungsweise am Vatertag: Junge Männer machen die Spazier- und Wanderstrecken unsicher, meist in Begleitung eines Bollerwagens, lauter Musik und einer entsprechenden Auswahl an alkoholischen Kaltgetränken.

Auch in Niedersachsen gehörte dieser Brauch zu den "Traditionen" des alljährlichen Vatertages. Doch wegen Corona wird der Vatertag dieses Jahr gänzlich anders ablaufen.

Vatertag in Niedersachsen: Diese Regeln gelten in deinem Landkreis

Mit wie vielen Freunden, Familienmitgliedern oder Bekannten man am Vatertag in Niedersachsen um die Häuser ziehen darf, hängt ganz von der Inzidenz des eigenen Land- beziehungsweise Stadtkreises ab. Grundsätzlich lässt sich für ganz Niedersachsen aber festhalten: Treffen mit mehr als drei Haushalten sind im ganzen Bundesland tabu!

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Es gibt jedoch durchaus Unterschiede hinsichtlich der erlaubten Teilnehmerzahl bei diesen Treffen. Die richten sich nach den Corona-Bestimmungen, die zwischen Landkreisen mit einer Inzidenz von unter 35, zwischen 35 und 100 und über 100 unterscheiden.

Landkreise mit einer Inzidenz von unter 35:

Auch am Vatertag gelten natürlich die Corona-Bestimmungen des Landes Niedersachsen. In Landkreisen mit einer Inzidenz von unter 35 heißt das: Es dürfen sich maximal zehn Personen aus drei haushalten treffen. Kinder, Jugendliche und Pflegepersonen dürfen aber dazu kommen. Grundsätzlich gilt das aber nur, wenn die Stadt oder der Landkreis es erlaubt.

In Niedersachsen gibt es Stand Mittwochmorgen laut dem Corona-Dashbord allerdings nur zwei Landkreise an der Küste, die unter den Wert von 35 fallen, Wittmund und Wilhelmshaven. In der Region 38 kann sich zumindest der Landkreis Goslar noch Hoffnung machen, am morgigen Feiertag ebenfalls unter diese Grenze zu fallen. Dort liegt die Inzidenz bei 38,2.

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Landkreise mit einer Inzidenz zwischen 35 und 100:

Personen eines Haushalts dürfen sich mit höchstens zwei Personen eines anderen Haushalts treffen. Ebenfalls gilt: Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre werden nicht dazugerechnet, ebenso wie Pflegepersonen. Nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt.

Folgende Kreise rund um die Region 38 liegen derzeit bei einem Inzidenzwert zwischen 35 und 100:

  • Braunschweig (80,6)
  • Gifhorn (96,3)
  • Goslar (38,2)
  • Hannover (92,2)
  • Hildesheim (62,7)
  • Helmstedt (81,1)
  • Wolfenbüttel (80,3)

Landkreise mit einer Inzidenz von über 100:

Hier gelten die strengsten Kontaktbeschränkungen: Personen eines Haushalts dürfen sich mit maximal einer weiteren Person treffen. Kinder und Jugendliche bis 14 Jahren werden nicht dazu gezählt. Zusätzlich zu den Kontaktbeschränkungen greift in den Kreisen auch ab 22 Uhr eine Ausgangssperre. Sie gilt zwischen 22 Uhr abends bis 5 Uhr am Morgen. Diese Kreise in der Region 38 liegen derzeit bei einer Inzidenz von über 100:

  • Peine (124,6)
  • Salzgitter (143,8)
  • Wolfsburg (128,6)

Innenminister Pistorius warnt: „Wäre grob fahrlässig, am Bollerwagen Lockerungen zu verstolpern“

Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) hat sich in einer Pressemitteilung des Landes mit einem Appell an die potenziellen Vatertags-Feierer gewandt und um die Einhaltung der Corona-Regeln gebeten. Es gebe eine realistische Perspektive für Lockerungen. Himmelfahrt falle nun in eine Zeit, „wo es auf uns alle noch einmal ankommt.“

Pistorius weiter: „Auch wenn die traditionellen Vatertags-Touren für viele dazugehören: Mit dieser Perspektive wäre es grob fährlässig, quasi am Bollerwagen die in Aussicht stehenden Lockerungen zu verstolpern, weil die bestehenden Regelungen missachtet werden und die Inzidenzzahlen in spätestens zwei Wochen wieder steigen.“

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Er kündigte zudem Kontrollen der Polizei an. Sie werde bei Verstößen entsprechend tätig werden. Auch in Braunschweig hat die Polizei bereits eine klare Ansage gemacht: Man werde „inakzeptables Verhalten nicht dulden“. Mehr dazu >>> hier. (dav)