Niedersachsen 

Niedersachsen: Nach Gas-Drama kommt raus: 20-Jähriger wollte Mann retten und wurde selbst zum Opfer

Feuerwehrleute mit Gasmasken sind wegen einer bei Baggerarbeiten beschädigten Gasleitung im Einsatz (Symbolbild).
Feuerwehrleute mit Gasmasken sind wegen einer bei Baggerarbeiten beschädigten Gasleitung im Einsatz (Symbolbild).
Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Lüneburg. Schreckliches Unglück in Niedersachsen!

In Lüneburg in Niedersachsen sind zwei Männer mutmaßlich an einer Gasvergiftung gestorben.

Niedersachsen: Update vom 6. Juli, 9.52 Uhr:

Laut NDR in Niedersachsen wollte der 55-Jährige eine Gartenpumpe reinigen. Deswegen kletterte er in den Schacht. Er soll Salzsäure verwendet haben, dadurch bildete sich ein giftiges Chlorwasserstoff-Gas. Der Mann verlor das Bewusstsein und stürzte in den Brunnen und starb.

Sein 20-jähriger Nachbar wollte ihn aus dem Schacht holen. Dabei verlor er ebenfalls das Bewusstsein und starb. Die Hausbesitzerin wollte ebenfalls runterklettern. Nachbarn hielten sie zurück.

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Drei Angehörige der Verunglückten wurden mit Gasvergiftungen ins Krankenhaus gebracht. Ein Feuerwehrmann erlitt einen Kreislaufkollaps. Er wurde ebenfalls in eine Klinik gebracht. Eine Umwelteinheit überprüfte laut NDR die Luft auf Giftstoffe. Konnte aber nichts Schlimmes entdecken.

Niedersachsen: Das war passiert

Nach Angaben der Feuerwehr waren sie am Freitag in einen etwa fünf Meter tiefen Schacht eines Wohnhauses geklettert, um dort sauberzumachen. Dabei hätten sie chlorhaltige Mittel mitgenommen.

Demnach haben Angehörigen die laut Polizei 55 und 20 Jahre alten Männer vermisst und dann unten im Schacht entdeckt – die zwei hatten schon da nicht mehr auf Ansprache reagiert.

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Niedersachsen: Feuerwehr kann nicht mehr helfen

Die alarmierte Feuerwehr rückte mit Spezialgerät an. Die Feuerwehrleute hätten nur in Schutzkleidung in den engen Schacht klettern können, sagte ein Sprecher. Leider seien die Männer tot gewesen. Die Leichen aus dem Schacht zu bergen, gestaltete sich schwierig – erst nach fünf Stunden waren sie an der Oberfläche.

Neben Chlorwasserstoff sei dort auch Kohlendioxid (CO2) gemessen worden, beides ist für Menschen tendenziell lebensgefährlich. Ein Notfallseelsorger betreute die Angehörigen. Eine Gefahr für Anwohner habe nicht bestanden.

Die Ermittlungen zu dem Gas-Drama in Niedersachsen laufen. Die Beamten gehen derzeit von einem Unfall aus. (dpa/ck/ldi)