Niedersachsen 

Flughafen Hannover: Flugzeug wird zu Restaurant – Plan sorgt aber für Ärger

Der Airbus A310 war zuletzt bei der Evakuierung von Personen aus Afghanistan im Einsatz - danach erwarb der Seregenti-Park den Flieger, um ihn zum Restaurant auszubauen. Doch um den Schwertransport des Airbus in den Park gibt es nun Streit.
Der Airbus A310 war zuletzt bei der Evakuierung von Personen aus Afghanistan im Einsatz - danach erwarb der Seregenti-Park den Flieger, um ihn zum Restaurant auszubauen. Doch um den Schwertransport des Airbus in den Park gibt es nun Streit.
Foto: Ole Spata/dpa

Hannover. An sichi klingt es nach einem einfachen Plan: Ein Flugzeug soll vom Flughafen Hannover in den Serengeti-Park gebracht werden. Dort soll es dann zu einem Restaurant umgebaut werden.

Jetzt wird aber Kritik an dem Vorhaben laut. Weil die Maschine vom Fughafen Hannover durch ein Landschaftsschutzgebiet transportiert werden müsste.

Der Park-Inhaber geht davon aus, dass der Transport ohne Kahlschlag machbar ist. „In der Gemeinde Wedemark müssen nach den Gutachten des Transporteurs keine Bäume gefällt werden“, sagte Fabrizio Sepe der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Donnerstag).

Transport vom Flughafen Hannover: Naturschützer machen sich Sorgen

Es gebe Passagen mit Bäumen auf Verkehrsinseln – an dieser Stelle sei eine Verschalung der Bäume vorgesehen. „Im Heidekreis gibt es eine Stelle, an der zwei bis maximal sechs wild gewachsene Jungbäume, die nah am Straßenrand stehen, leider gefällt werden müssen“, sagte er.

„Die Sorge um die Alleen möchten wir den Bürgern auch nehmen“, betonte Sepe.

So sollen Bäume geschützt werden

„Der Flieger wird in ein Gerüst gepackt, so dass er unter den Bäumen entlanggezogen werden kann und die Äste über ihn wegrutschen, ohne dass dort ein Kahlschlag entsteht.“

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Der Transporter fahre so langsam, dass große Äste angehoben und gestützt werden könnten. Auf mehreren Transportern sollten Rumpf, Flügel und Triebwerke nach Hodenhagen gebracht werden: „Das wird alles auseinandergebaut.“

Politiker streiten um Zuständigkeiten

Nach Angaben des niedersächsischen Verkehrsministeriums ist noch unklar, ob für den Transport in den Serengeti-Park Bäume gefällt werden müssen.

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Der Tierpark will aus dem ausrangierten Flieger ein Restaurant machen. Naturschützer befürchten, dass wegen des Transports Bäume beschnitten und gefällt werden müssen.

Der Bürgermeister der Gemeinde Wedemark, Helge Zychlinski (SPD), hatte Landesverkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) per Brief aufgefordert, das Projekt zu stoppen, um Schäden in der Natur zu verhindern.

Der Bundeswehr-Airbus A310 „Kurt Schumacher“ hatte zuletzt afghanische Ortskräfte und Angehörige nach Hannover gebracht. Die Maschine hat ein Leergewicht von 79 Tonnen, ist knapp 47 Meter lang und hat einen Rumpfdurchmesser von 5,64 Metern. Die Strecke vom Airport Hannover bis zum Serengeti-Park ist etwa 50 Kilometer lang. (mw/dpa)

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