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Peine: Tierschutzverein zieht erste Bilanz zur Tierklappe – das Ergebnis ist eindeutig

So grausam und traurig ist die Geschichte von Hündin Hanna

Hündin Hanna aus dem Tierheim in Gelsenkirchen hat einen grausamen Leidensweg hinter sich. Ihre Vorbesitzer haben die Kangal-Hündin schwer misshandelt.

Peine. 

Was manch eine Fellnase erleben musst, zerreißt nicht nur Tierfreunden das Herz. Immer wieder kommt es vor, dass Hunde, Kaninchen und Co. irgendwo ausgesetzt werden. Weggeworfen wie Müll, angebunden und sich selbst überlassen am Straßenrand oder im Wald, zurückgelassen in einer Tasche oder einem Koffer: All das hat es schon gegeben.

In Peine wollte man dem ein Ende setzen. Deshalb hat der Tierschutzverein Peine im vergangenen Jahr die Idee einer Tierklappe umgesetzt. Jetzt ist es an der Zeit, einmal die letzten Monate Revue passieren zu lassen. War die Idee nur eine nette Idee – oder hat sie wirklich etwas gebracht?

Peine: So funktioniert die Tierklappe

Erst vor wenigen Tagen sorgte eine Geschichte aus Hannover für Fassungslosigkeit. Eine Hündin wurde ausgesetzt – in einem Koffer. Nur durch ihr verzweifeltes Fiepen konnte sie auf sich aufmerksam machen (die ganze Geschichte liest du hier). Damit so etwas in Peine und der Region nicht mehr vorkommt, gibt es die Tierklappe.

Das Prinzip ist ähnlich einer Babyklappe: Wer sein Tier nicht mehr haben möchte, kann es Tag und Nacht zur Tierklappe bringen. Dort stehen drei Boxen, in die die Tiere gesetzt werden können. Die Boxen wiederum sind mit Kameras ausgestattet. Wird eine Bewegung registriert, bekommen die Tierschützer Bescheid und es kann sofort jemand losziehen, um sich um das Tier zu kümmern. Die Abgabe der Tiere erfolgt anonym (Mehr erfährst du hier).

Peiner Tierschutzverein zieht erste Bilanz

Doch wie wurde die Tierklappe in den letzten Monaten angenommen? Das hat der Tierschutzverein jetzt gegenüber news38 verraten.

So viele Tiere wurden seit August 2021 in der Tierklappe abgegeben:

  • 27 Katzen
  • 25 Hunde
  • 33 Kleintiere (meist unkastrierte Kaninchen- oder Meerschweinchen-Böcke)

„Wir sehen die Klappe sehr positiv“, resümiert der Tierschutzverein. Mitte Dezember allerdings musste der Verein die Tierklappe für 14 Tage schließen. Der Grund: Das Tierheim war einfach zu überfüllt.

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Vor dem Problem, dass Tierheime in der Region und in ganz Deutschland irgendwann überfüllt sein könnten, hat bereits Mitte vergangenen Jahres das Tierheim Braunschweig gewarnt. Was diese Sorge mit der Corona-Pandemie zutun hat, liest du hier.