Eintracht Braunschweig 

Eintracht Braunschweig geht Ultras scharf an – „Wann seid ihr bereit, das zu akzeptieren?“

Eintracht Braunschweig hat sich mit heftigen Worten gegen einen öffentlichen Brief der Ultras gewehrt. (Symbolbild)
Eintracht Braunschweig hat sich mit heftigen Worten gegen einen öffentlichen Brief der Ultras gewehrt. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / foto2press

Die Ultras von Eintracht Braunschweig haben die Nase gestrichen voll – und haben das in einem offenen Brief an den Verein auch deutlich kundgetan.

Eintracht Braunschweig glänze mit „Egoismus, Hochmut und Desinteresse“, die Leistung der Mannschaft sei „desolat“. Die Ultras fühlen sich nicht ausreichend ernstgenommen und wertgeschätzt. Eine „ehrliche Feedbackkultur“ wird gefordert – und dass der Verein öffentlich mehr für seine Fans und Mitglieder einstehen soll. news38 berichtete <<<.

Nun hat Eintracht Braunschweig auf den Brief reagiert – und ging dabei die Ultras mindestens genauso scharf an, wie sie zuvor den Verein.

Eintracht Braunschweig kritisiert offenen Brief der Ultras

Die Mannschaftsleistungen als „desolat“ zu beschimpfen, würde dem Team im Abstiegskampf kein bisschen helfen – „mal davon abgesehen, dass in unserer Wahrnehmung die Leistungskurve nach oben zeigt“, so der Verein.

Die Ultras hätten zudem kein Recht, über mangelnde Wertschätzung von Seiten des Eintracht-Präsidenten zu klagen. Schließlich hätten die Ultras bei dem „völlig aus dem Ruder gelaufenen Motivations-Trainingsbesuch“ vor wenigen Wochen sowohl mit 150 Mann gegen die Corona-Regeln verstoßen, als auch Hass-Parolen skandiert (news38 berichtete <<<). Der Mitarbeiter, der ihnen den Zugang zum Stadion ermöglichte, wurde entlassen.

+++ Erst Schnarch-Spiel, dann Doppelschlag – so gelang den Löwen der Befreiungsschlag gegen den Jahn +++

„Sehr viele Fans und Mitglieder unserer Eintracht sind mit diesem Verhalten und dem daraus in der Öffentlichkeit entstandenen Bild in keiner Weise einverstanden“, kritisieren die Löwen. „Seid Ihr Euch wirklich nicht im Klaren darüber, dass sich ein Präsident als offizieller Vertreter von Eintracht Braunschweig nicht einfach hinstellen kann und diese Vorfälle verniedlicht oder gar gutheißt?“

Eintracht Braunschweig: „Wir sind nicht großkotzig“

„Wann seid Ihr bereit, zu akzeptieren, dass es in Eintracht Braunschweigs Fangemeinschaft unterschiedliche Geschmäcker gibt und Ihr den anderen nicht vorschreiben könnt, was sie gut zu finden haben?“, fragt der Verein die Ultras. „Wir äußern uns sehr wohl zu Fanthemen, dies sind aber nun mal nicht ausschließlich Ultra-Themen.“

---------------

Mehr zu Eintracht Braunschweig:

---------------

Die Beziehung und der Kontakt zu den Fans sei dem Verein enorm wichtig – und das soll auch mit der „Wall of Fans“ gezeigt werden, sobald wieder eine größere Zahl an Zuschauern in den Stadien erlaubt ist. „Wir sind nicht großkotzig, wie Ihr schreibt, dafür aber für jeden sachlichen Dialog offen“, rechtfertigt sich die Eintracht. (at)