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VW-Chef Herbert Diess freut sich über besonderen Erfolg – „Das war über 30 Jahre lang unmöglich“

VW-Chef Herbert Diess hat an einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde teilgenommen. Dabei ging es auch um die umstrittene Zusammenarbeit mit China. (Archivbild)
VW-Chef Herbert Diess hat an einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde teilgenommen. Dabei ging es auch um die umstrittene Zusammenarbeit mit China. (Archivbild)
Foto: Silas Stein/dpa

Wolfsburg/Davos. VW und China – wirtschaftlich ist das eine extrem wichtige Verbindung. Politisch gesehen ist sie aber nicht umunstritten.

Das weiß auch VW-Chef Herbert Diess. Auf dem digitalen Weltwirtschaftsforum lobte er China – und bekam dafür Unterstützung aus Berlin.

VW-Chef Diess feiert China-Erfolg

Er denke, dass sich China in die richtige Richtung bewegt. „Wir konnten im vergangenen Jahr erreichen, dass zwei unserer Joint-Ventures nun mehrheitlich Volkswagen gehören. Das war über 30 Jahre lang unmöglich“, sagte Diess laut „Welt“ in einer hochkarätig besetzten Diskussionsrunde.

+++ Herbert Diess ist jetzt bei Twitter – sein erster Tweet geht direkt in die Hose: „Herr, lass Hirn regnen“ +++

Gleichzeitig sehe VW auch, dass die Demokratie in China nicht vorankommt. Stichwort Menschenrechtsverletzungen. Uiguren. „Aber mit dem Land Handel zu treiben, miteinander zu kommunizieren, dort aktiv zu sein ist viel besser, als sich herauszuziehen aus China.“ >> Zwangsarbeit in China-Werk? VW kämpft um seinen Ruf

Nach der Trump-Ära und dem amerikanisch-chinesischen Handelskrieg hoffe er, dass die Welt künftig wieder offener werde – mit freiem Handel.

Altmaier verteidigt EU-Pakt mit China

Laut „Welt“ bekam der VW-Chef auch Unterstützung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Der CDU-Politiker wies in der Runde Kritik an einer Zusammenarbeit mit China zurück.

Das Ende vergangenen Jahres geschmiedete China-Abkommen mit der EU sei kein Fehler gewesen, so Altmaier. Es gehe darum, faire Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Davon sollen auch Autobauer wie VW profitieren, denn das Abkommen schafft unter anderem Vorteile für den Bau von E-Autos in China.

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VW-Markenchef Ralf Brandstätter sieht das nicht als Abhängigkeit, sondern als Stärke von Volkswagen. Gerade die Corona-Krise habe gezeigt, dass Unternehmen wie VW mehrere starke Standbeine brauche, sagte er der „Welt am Sonntag“. (ck)