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VW-Chef Diess ist jetzt bei Twitter – sein erster Tweet geht direkt in die Hose: „Herr, lass Hirn regnen“

Twitter ist nicht LinkedIn - das hat VW-Chef Herbert Diess direkt nach seinem ersten Tweet auch bemerkt. (Archivbild)
Twitter ist nicht LinkedIn - das hat VW-Chef Herbert Diess direkt nach seinem ersten Tweet auch bemerkt. (Archivbild)
Foto: Sebastian Willnow/dpa

Wolfsburg. VW-Chef Herbert Diess ist jetzt auch bei Twitter aktiv. Sein Start war durchaus angriffslustig.

Direkt zur Premiere hat sich Diess Tesla-Boss Elon Musk vorgeknöpft. Bei der Twitter-Gemeinde kam der erste Tweet des VW-Chefs aber alles andere als gut an...

VW-Chef Diess ist bei Twitter – und erntet Kritik

„Hallo Twitter“, schreibt Diess. Er sei jetzt auf der Plattform,um „etwas zu bewegen, vor allem bei politischen Themen“. Und natürlich, um „einige Eurer Marktanteile zu bekommen, Elon Musk“, schreibt Diess in Richtung seines Tesla-Amtskollegen.

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Mit dem VW ID.3 und dem Audi e-tron habe man schon „die ersten Märkte in Europa gewonnen“. Er freue sich „auf produktive Diskussionen“. Wumms! Der Tweet saß.

Dass bei Twitter eine rauere Sprache herrscht als bei Diess' bisheriger Lieblings-Plattform LinkedIn, dürfte der VW-Chef direkt gemerkt haben. Elon Musk hat ihm bisher noch nicht öffentlich geantwortet – dafür übernehmen das die User.

Will Diess mehr als nur Reichweite?

Eine Userin schreibt, sie sei gespannt, ob Diess sich nur eine breite Follower-Basis aufbauen will – oder auch mal interessante Inhalte liefern wird. Dann werde sie ihm auch folgen, schreibt die Kanadierin.

Ein anderer Twitter-User wirft Deutschland – und damit auch VW – vor, die Elektromobilität „wissentlich und absichtlich blockiert“ zu haben. Das zeige auch der 320 PS starke Tiguan R. So ein Auto brauche niemand: „Herr, lass Hirn regnen“, schreibt er.

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In einem weiteren Tweet heißt es, Diess solle sich lieber um die Probleme beim ID.3 kümmern anstatt zu twittern. Der E-Flitzer sei sei das schlechteste Auto, das Volkswagen je gebaut habe. Das Preis-Leistungs-Verhältnis sei peinlich.

Kritik an China-Werk in Xingjiang

Damit nicht genug: Der VW-Chef muss sich auch Kritik wegen des Abgasskandals gefallen lassen. Auch die Golf-Rückrufe kommen bei der Twitter-Gemeinde schlecht weg, genau wie das umstrittene China-Werk in Xingjiang: „Lass uns doch auch offen über die Fabrikstandorte inmitten der 380 chinesischen Umerziehungslager für die uigurische Minderheit reden.“ >> Zwangsarbeit in China-Werk? VW kämpft um seinen Ruf

Ein User will wissen: „Wie lange braucht Ihr Gedanke bis zur Veröffentlichung?“ Bei Elon Musk geschehe das in Echtzeit. “Das kostet auch mal eine Strafe, doch es zahlt sich mehrfach aus.“

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VW-Chef Diess hat aber auch Befürworter bei Twitter. Seine Strategie sei großartig und sein Mut in Sachen E-Mobilität herausragend. (ck)