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VW: Osterloh spricht Klartext – „Ich hab doch noch keinen Bock, zu Hause zu sitzen“

Bernd Osterloh kehrt dem Betriebsrat den Rücken – und wechselt zur „dunklen Seite der Macht“, wie er das Topmanagement einst bezeichnete. (Archivbild)
Bernd Osterloh kehrt dem Betriebsrat den Rücken – und wechselt zur „dunklen Seite der Macht“, wie er das Topmanagement einst bezeichnete. (Archivbild)
Foto: imago/Susanne Hübner

Diese Nachricht kam überraschend – und schlug ein wie eine Bombe!

Bernd Osterloh kehrt dem VW-Betriebsrat den Rücken. Nach 16 Jahren macht er Schluss als Betriebsratsboss. Für viele kam die Nachricht überraschend. Im Interview mit „Die Zeit“ erklärt Bernd Osterloh seine Beweggründe – und betont: „Ich bin kein Verräter“.

VW: Osterloh spricht nach Abkehr vom Betriebsrat Klartext

Vom Betriebsratsboss zum Personalvorstand, wer hätte das gedacht? Bernd Osterloh geht zur VW-Tochter Traton, tritt seinen Posten als Betriebsratschef an Daniela Cavallo ab. Und zwar in Blitzgeschwindigkeit!

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Das Gerücht kam am vergangenen Donnerstag auf, am Freitag folgte die offizielle Bestätigung auf dem Fuße. Die Änderung greift schon zum 1. Mai. „Der Aufsichtsrat ist überzeugt, dass Bernd Osterloh mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Volkswagen Konzern genau die richtige Besetzung ist, um die anstehenden Aufgaben der TRATON SE und ihrer Marken weiter voranzutreiben“, erklärte Aufsichtsratsvorsitzender Hans Dieter Pötsch.

Osterloh: „Hab doch noch keinen Bock, zu Hause zu sitzen“

Mit seinem Abgang geht aber nicht nur eine Ära im Betriebsrat zu Ende, gleichzeitig wird auch ein neues Zeitalter eingeleitet – ein „Generationswechsel“, wie Osterloh erklärt. Denn erstmals steht mit Daniela Cavallo nun eine Frau an der Spitze des Betriebsrates.

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Doch warum kehrt nun der Mann, der jahrelang für die Mitarbeiter von VW gestritten und gekämpft hat, der „hellen Seite der Macht“ den Rücken? Gegenüber der „Zeit“ erklärt er, dass er noch keine Lust auf Vorruhestand habe. „Ich habe doch noch keinen Bock, zu Hause zu sitzen. Meine Frau fragt mich jetzt schon, was ich dann in drei Jahren machen“. (abr)