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VW: Heftige Kritik an Osterloh-Wechsel – „Enttäuschung und Wut“

Bernd Osterloh hat die Seiten gewechselt – bei den VW-Mitarbeitern kam das nicht immer gut an... (Archivbild)
Bernd Osterloh hat die Seiten gewechselt – bei den VW-Mitarbeitern kam das nicht immer gut an... (Archivbild)
Foto: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Wolfsburg. Der schnelle Wandel von Bernd Osterloh vom höchsten VW-Arbeitnehmervertreter zum Manager bei VW-Tochter Traton schlägt in Wolfsburg weiterhin hohe Wellen.

Inzwischen gibt's einen Brief aus dem VW-Betriebsrat – und der hat's in sich! Er kommt von Antonino Potalivo. Er ist Listen-Mitglied der kritischen MIG 18 wie die „Braunschweiger Zeitung“ berichtet. Adressaten waren die Bosse der IG Metall sowie des DGB.

VW: Osterloh-Abgang – Betriebsrat ist enttäuscht

Demnach wenden sich derzeit viele IG Metaller an die MIG. „Sie berichten von Vertrauensverlust in der Mannschaft, von Enttäuschung und Wut“, so Potalivo.

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Dass die großen Gewerkschaften nicht protestiert haben, dass ein Betriebsratsvorsitzender innerhalb eines Konzerns in den Personalvorstand wechselt, könne er nicht verstehen. „Wir hätten applaudiert, wenn er zur Bahn oder zur Post als Manager gegangen wäre.“

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Hintergründe zum Thema:

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Um eine „Lex Osterloh“ zu verhindern, schlägt die MIG bei Volkswagen Karenzzeiten vor, wie es sie in der Politik gibt. Politiker können nicht mehr ganz so schnell in die Wirtschaft wechseln, was Interessenkonflikte verhindern soll. „So etwas brauchen wir auch“, heißt es in dem Schreiben.

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Wie die Wahlkampfslogans der MIG aussehen sollen und was Potalivo der IG Metall und dem DGB noch schreibt, kannst du HIER in der „Braunschweiger Zeitung“ lesen. (red)