Braunschweig 

Braunschweig: Außergewöhnliches Wohngebiet soll entstehen – es wäre einzigartig in der Stadt

In Braunschweig könnten in nächster Zeit außergewöhnliche Bauprojekte entstehen. (Symbolbild)
In Braunschweig könnten in nächster Zeit außergewöhnliche Bauprojekte entstehen. (Symbolbild)
Foto: imago imges/Horst Rudel

Braunschweig. In Braunschweig tut sich aktuell so einiges in puncto Wohnen!

Und das hat nichts mit Mehrfamilienhäusern oder Neubaugebieten zutun, sondern mit einer ganz anderen Form des Wohnens und Zusammenlebens. Für ein Projekt in Stöckheim hat die Stadt Braunschweig jetzt das Bewerbungsverfahren eröffnet.

Braunschweig: Besonderes Zusammenleben in Stöckheim geplant

Die Wünsche der Menschen, ihr Zusammenleben zu gestalten, werden immer vielfältiger. Die Nachfrage ist nicht nur nach Mehrfamilienhäusern und Grundstücken in Neubaugebieten groß, sondern auch in Sachen alternative Wohnkonzepte. Und für ein solches hat die Stadt Braunschweig am Montag ein neues Bewerberverfahren eröffnet.

Konkret geht es um gemeinschaftliches Wohnen in Stöckheim. Baugruppen, die sich für solch eine Form des Zusammenlebens interessieren, könnten also ab sofort ihre Bewerbung für einreichen.

Das Baugebiet „Stöckheim-Süd“ ist ganze 1.850 Quadratmeter groß. Dort sollen künftig all diejenigen zusammen leben können, die Interesse an einem gemeinschaftlichen Leben haben. Heißt, gemeinsam das Leben zu meistern und füreinander dazusein. Das Prinzip: Solidarität.

Mit diesem Wohnprojekt will die Stadt Braunschweig dem Wunsch einiger Bürger nachkommen, eine solche Wohnform in die Tat umzusetzen.

Diese Voraussetzungen müssen Bewerber erfüllen:

  • Start war am 30. November
  • endet am Sonntag, 28. Februar 2021
  • ausgeloste Gruppen müssen innerhalb von sechs Monaten bis zum 31. August 2021 ein tragfähriges Planungs- Realisierungs- und Finanzierungskonzept vorlegen
  • Ziel: Mit Ablauf der Reservierung soll der Kaufvertrag für das Grundstück unterschrieben werden

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Projektgruppe setzt sich für eine „Tiny Houses“-Siedlung ein

Doch nicht nur in puncto gemeinschaftliches Wohnen tut sich etwas. Die Reka-Projektgruppe „wandel. WOHNPARK BS“ möchte ihrem Ziel näher kommen, eine Tiny-House-Siedlung in Braunschweig zu realisieren. Und das Projekt wäre so tatsächlich einzigartig in Braunschweig.

So könnte das Zusammenleben aussehen:

  • gemeinschaftliches Wohnen
  • umfassende Sharing-Kultur
  • Urban-Gardening
  • Dach- und/oder Fassadenbegrünung
  • Bienenhaltung

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Und natürlich würden auch die Tiny Houses dazugehören. Das sind kleine Wohnhäuser, die sich vor allem durch individuelle und architektonisch ausgefallene Designs auszeichnen – und die auch oftmals ökologisch gebaut werden. Die Beteiligten könnten sich vorstellen, ein solches Wohngebiet auf dem Grundstück der ehemaligen Gärtnerei in der Weststadt oder im Rahmen des Co-Living Campus umzusetzen.

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Stadt muss über Projekt entscheiden

Die Projektgruppe habe bereits erste Gespräche mit der Stadt geführt. Erste Kommunalpolitiker der SPD, Grünen, Linke, BIBS und P² würden sich nun dafür einsetzen, dass ein passendes Grundstück gefunden wird.

Ein entsprechender Antrag liegt vor, der nun durch verschiedene Gremien gehen muss: Planungs- und Umweltausschuss, Verwaltungsausschuss, Rat der Stadt Braunschweig. (abr)