Gifhorn 

Kreis Gifhorn: DARUM rasten die Leute aus – „Drehen hier alle am Stock“

Im Kreis Gifhorn sind einige Anwohner eines Bahnhofs einfach nur noch verzweifelt. (Symbolbild)
Im Kreis Gifhorn sind einige Anwohner eines Bahnhofs einfach nur noch verzweifelt. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / imagebroker/Cölfen; IMAGO / Rüdiger Wölk

Rötgesbüttel. In Rötgesbüttel im Kreis Gifhorn hängt der Haussegen schief – es sind jedoch nicht die Corona-Maßnahmen, die zu genervter Bevölkerung führen, sondern ein neuer Bahnhof.

Der neue Kreuzungsbahnhof im Kreis Gifhorn ist seit gut einem halben Jahr im Betrieb. Doch nicht etwa bei den Pendlern hängt jetzt der Haussegen schief, wie die „Wolfsburger Allgemeine Zeitung“ (WAZ) jetzt berichtet.

Kreis Gifhorn: Anwohner über Bahnhof stinksauer

Vielmehr sind es die Anwohner, denen der neue Bahnhof im Kreis Gifhorn gehörig auf das Gemüt schlägt. Der neue Kreuzungsbahnhof soll die Menschen in Rötgesbüttel eigentlich besser an die umliegenden Regionen und Städte anbinden. Doch darauf hätten Anwohner am Bahnhof wohl lieber verzichtet.

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Das ist die Stadt Gifhorn:

  • Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises im Osten von Niedersachsen
  • hat 42.837 Einwohner (Dezember 2019) und ist 104,87 Quadratkilometer groß
  • wurde erstmals im Jahr 1196 schriftlich erwähnt
  • Bürgermeister ist Matthias Nerlich (CDU)

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Sie klagen über die Lautstärke der Erixx-Bahnen, gerade zu den Randzeiten. Auch die Lautsprecheransagen der Züge seien weithin hörbar, hätten bereits den ein oder anderen in den Morgenstunden aus dem Schlaf gerissen. Um 5.30 fahre hier die erste Bahn. Eine Lärmschutzwand gibt es nicht. Und der Bürgermeister will keine Versprechen abgeben, dass es sie in Zukunft geben könnte.

„Die Anwohner drehen hier alle am Stock“

Was die Bewohner aber besonders ärgert: Der Zug aus Braunschweig muss auf die Fahrgäste warten, die mit dem Zug aus Richtung Uelzen in Rötgesbüttel umsteigen wollen. Während der Wartezeit laufe durchgehend der Diesel-Motor des Zuges. Aufgrund von Verspätungen über 20, manchmal sogar bis zu 40 Minuten.

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Das dumpfe Dröhnen der Bahn sei über solch lange Zeiträume unerträglich. „Die Anwohner drehen hier alle am Stock“, zitiert die „WAZ“ einen Betroffenen.

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Sie haben nun sogar eine Unterschriftenaktion gestartet. Ihre Forderung: Die Lokführer sollen in Zukunft den Motor abstellen, wenn sie auf den Anschlusszug warten. Die Deutsche Bahn macht ihnen bereits ein wenig Hoffnung: Man wolle die Strecke beschleunigen und die Wartezeiten der Züge aufeinander damit verkürzen. Eine Reaktion der Erixx zum Problem der laufenden Motoren gebe es bislang jedoch nicht. (dav)