Niedersachsen 

Hannover: Polizei zieht getunten Audi aus dem Verkehr – „So laut wie ein Presslufthammer“

Foto: Polizei Hannover

Hannover. Das war eindeutig zu laut! Die Polizei Hannover hat einen getunten Audi aus dem Verkehr gezogen, der an genau dem gar nicht mehr hätte teilnehmen dürfen.

Die Beamten aus Hannover haben bei ihrer Kontrollfahrt am Freitagabend ein lautes Röhren gehört. Es stammte nicht von einem Hirsch in der Brunftzeit, sondern von einem Audi. Gefahren von einem 23-jährigen Tuner.

Hannover: Messung auf Messegelände

Die Polizisten bemerkten das auffällig laute Auto in der Nähe des Messegeländes. Es handelte sich um einen Audi S4. Die Kontrolle gab den Beamten dann Recht: Beim Audi waren sowohl der Mittelschalldämpfer als auch die beiden Endschalldämpfer durch einfache Rohre ersetzt worden.

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Daraufhin holten die Beamten ihr Mikro raus. Die Schallpegelmessung ergab, dass der Audi einfach mal 24 Dezibel lauter war als zugelassen. „Eine Steigerung von 20 Dezibel bedeutet, dass die wahrgenommene Lautstärke sich vervierfacht hatte. Der gemessene Geräuschpegel von 101 Dezibel entspricht in etwa dem eines Presslufthammers“, so die Polizei Hannover.

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„Sound-Check“ in Hannover – Polizei ist not amused

Der Audi muss jetzt direkt in die Werkstatt. Auf der Straße darf er so nicht mehr rumröhren. Der 23-jährige Besitzer muss der Zulassungsbehörde dann beweisen, dass alles wieder regelkonform ist. Dann darf er weiterfahren. Wobei, ein Bußgeld von 90 Euro muss er auch noch berappen.

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Was die Polizei in Hannover auch nicht lustig findet: Im bei der Tuning-Szene beliebten Bereich am „Boulevard der EU“ standen Pappschilder mit der Aufschrift „Sound-Check“ oder ähnlichen Sprüchen. „Mit diesen Schildern wurde offenbar dazu animiert, Ordnungswidrigkeiten zu begehen. Dies zeugt von der nicht vorhandenen Einsicht und Unrechtsbewusstsein mancher Teilnehmer des Treffens der Szene“, so die Polizei Hannover. Daher werde es auch weiterhin gezielte Kontrollen geben. (ck)