Salzgitter 

Salzgitter: Pro-palästinensische Demo beginnt ruhig – aber endet mit Auseinandersetzungen

Demonstranten in Salzgitter am Samstag.
Demonstranten in Salzgitter am Samstag.
Foto: Rudolf Karliczek

In Salzgitter gab es am Samstag auf einer pro-palästinensischen Demonstration mehrere Vorfälle. Die Veranstaltung mit etwa 200 Menschen startete zunächst ruhig – endete jedoch mit Auseinandersetzungen.

Gestartet war die Demo vor dem Rathaus in Salzgitter-Lebenstedt. Die Abstands- und Maskenregeln seien zunächst noch eingehalten worden. Probleme habe jedoch eine Gruppe von 50 Teilnehmern gemacht, so lautet die Darstellung der Einsatzleitung der Polizei.

Salzgitter: Emotionale Demonstranten

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In den letzten Tagen eskalierte der Konflikt im Gazastreifen wie schon lange nicht mehr. Am Samstag stürzte ein Hochhaus in Gaza ein (alle Infos zum Konflikt >>> hier im News-Blog).

Salzgitter: Versammlung wurde aufgelöst

Demonstranten in Salzgitter warfen Israel die angebliche „Besatzung“ des Gazastreifens vor und forderten deren Ende.

Zu Auseinandersetzungen kam es laut Polizei, nachdem mehrfach vergeblich auf die Einhaltung der Hygieneregeln hingewiesen worden sei. Deswegen habe der Versammlungsleiter die Veranstaltung aufgelöst.

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Mehrere Demonstranten kamen dem nach und gingen nach Hause – eine Gruppe aus 50 Teilnehmern blieb jedoch und versuchte, eine Spontan-Demonstration zu starten. Diese wollte die Polizei auflösen und umstellte sie, da auch dort die Hygiene-Regeln nicht eingehalten wurden. Auch wollte man die Identitäten der Personen feststellen.

Manche der Demonstranten versuchten laut der Beamten sich dem zu entziehen und zu fliehen. Dabei wurden mehrere Menschen festgehalten und von der Polizei auf dem Boden fixiert.

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Die Polizei verteilte mehrere Platzverweise und schrieb Ordnungswidrigkeitenanzeigen. Ein Demonstrant wurde in Polizeigewahrsam genommen, weil er dem Platzverweis nicht nachkam.

Konflikt spitzte sich im Ramadan zu

Der seit Jahren bestehende Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern war zuletzt wieder aufgeflammt. Er spitzte sich während des muslimischen Fastenmonats Ramadan und nach der Absage der palästinensischen Parlamentswahl immer weiter zu.

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Als Auslöser gelten unter anderem Polizei-Absperrungen in der Jerusalemer Altstadt, die viele junge Palästinenser als Demütigung empfanden. Hinzu kamen Auseinandersetzungen von Palästinensern und israelischen Siedlern im Jerusalemer Viertel Scheich Dscharrah wegen Zwangsräumungen sowie heftige Zusammenstöße auf dem Tempelberg (Al-Haram al-Scharif).

Die Anlage mit Felsendom und Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Sie ist aber auch Juden heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen. Der Konflikt greift zunehmend auch auf Orte im israelischen Kernland über – mit Gewalttaten von Israelis gegen Palästinenser und umgekehrt. (rg)