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VW: Knallharte Ansage von Herbert Diess – „Hier haben wir eine Null-Toleranz“

VW-Chef Herbert Diess hat eine knallharte Ansage Richtung China gemacht. (Archivbild)
VW-Chef Herbert Diess hat eine knallharte Ansage Richtung China gemacht. (Archivbild)
Foto: Boris Rössler/dpa

VW und China – dieses Diskussion kommt nicht zur Ruhe.

Auf dem chinesischen Automarkt räumt Volkswagen aktuell ab, hat im Januar ein dickes Plus eingefahren. Doch eine Diskussion wirft immer wieder ihre Schatten auf einen VW-Standort in China.

Es geht um das Werk in der chinesischen Provinz Xinjiang. Erneut hat VW-Chef Herbert Diess nun das Engagement von Volkswagen dort verteidigt – trotz der Berichte über Menschenrechtsverstöße.

VW verteidigt China-Sitz in Xinjiang

„Wir stehen zu unserem Engagement in China, auch in Xinjiang“, sagte Konzernchef Herbert Diess der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Die Präsenz des Unternehmens trage eher zu einer Verbesserung der Lage für die Menschen bei als eine Abkehr.

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VW sei sicher, dass für die Produktion dort keine Zwangsarbeiter abgestellt werden. „Weder wir, noch unsere Zulieferer beschäftigen Zwangsarbeiter. Hier haben wir eine Null-Toleranz. Auch in Xinjiang halten wir unsere Werte hoch, dazu gehören eine Arbeitnehmervertretung, Achtung von Minderheiten und Sozial- und Arbeitsstandards“, sagte Diess.

VW betreibt in der Provinzhauptstadt Ürümqi ein Werk zusammen mit dem Joint-Venture-Partner SAIC. Der VW-Konzern verkauft mehr als 40 Prozent seiner Autos in China. Das Konsortium Investigativer Journalisten hatte im November chinesische Dokumente veröffentlicht, die eine systematische Verfolgung der Uiguren und Anleitungen zur massenhaften Internierung der muslimischen Minderheit zeigen.

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VW rechtfertigt Arbeit in autokratisch regierten Staaten

Der Konzernchef rechtfertigt generell Geschäfte in autokratisch regierten Staaten: Nur 5,7 Prozent der Weltbevölkerung lebten laut „Economist“ in einer Demokratie, „so wie wir sie kennen“, sagte Diess: „Wären wir nur in diesen Ländern tätig, hätten wir und auch alle anderen Weltunternehmen keinen Bestand.“

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Über eine „Sozialcharta“ bei VW sollen verbindliche interne Regeln die Einhaltung von Menschenrechten im globalen Werksnetz des Konzerns und in allen Geschäftskontakten mit Zulieferern abgesichert werden. Aus einer im Januar bekanntgewordenen Antwort der niedersächsischen Landesregierung auf eine Anfrage der Grünen ging hervor, dass dem Konzern keine Hinweise auf Menschenrechtsverletzungen vorlägen.

Rund jeder Vierte der 650 Mitarbeiter gehöre Minderheiten an - das entspreche dem Anteil der Minderheiten in der Stadt Ürümqi. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) und Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sitzen für Niedersachsen im VW-Aufsichtsrat.

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Diess kritisiert Sanktionspolitik gegen Russland

Diess kritisierte die Sanktionspolitik gegen Russland. „Wir haben 6000 Mitarbeiter in Russland, dazu Zulieferer und Kunden. Wir haben dort einen Markt, wir sind daher froh, wenn es Russland gut geht, deswegen schaden Sanktionen. Diplomatie und Verhandlungen sind immer besser als Handelsbeschränkungen, die uns wie der Bevölkerung Russlands schaden.“ (dpa)